Seit 25.05.2016 ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) in Kraft. Noch befinden wir uns in einer zweijährigen Übergangszeit, die den Unternehmen die Gelegenheit geben soll, ihre Prozesse an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Im Gegensatz zur bisherigen Datenschutz-Richtlinie aus dem Jahr 1995, die erst nach der Umsetzung in nationales Recht auch national Anwendung fand, gilt die DS-GVO unmittelbar in allen Mitgliedstaaten ab dem 25.05.2018.

Bereits das Bundesdatenschutzgesetz in der bisherigen Form legt einem Unternehmen umfangreiche Pflichten im Bereich Datenschutz auf. Es gilt, das „Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung" sicher zu stellen und die Daten der Betroffenen (Kunden, Mitarbeiter, Mitglieder, Geschäftspartner etc.) vor Missbrauch zu schützen. Unternehmen mit mehr als neun Mitarbeitern, die ständig personenbezogene Daten verarbeiten, haben deshalb die Pflicht, einen Datenschutzbeauftragten (DSB) zu bestellen. Zu diesem Personenkreis gehören neben der Geschäftsleitung u. a. Mitarbeiter aus den Bereichen Personal, Marketing, Vertrieb und IT. Diese Bestellpflicht gilt in gleicher Weise für Vereine und Organisationen, in denen mehr als neun Personen beispielsweise Zugriff auf Daten von Mitgliedern oder Angehörigen der jeweiligen Organisation haben. Verarbeiten in einem Unternehmen weniger als zehn Mitarbeiter regelmäßig personenbezogene Daten, liegt die Umsetzung sämtlicher datenschutzrelevanter Themen in den Händen der Geschäftsleitung. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit, wird im folgenden Text in der Regel vom „Unternehmen" oder vom „Verantwortlichen" gesprochen, wobei hiermit natürlich auch Vereine, Verbände und sonstige Organisationen adressiert sind. Dieses Merkblatt soll kleine und mittlere Unternehmen und Vereine informieren, damit diese ihre Organisation und Prozesse rechtzeitig an die neue Rechtslage anpassen können.

Lassen Sie sich von Ihren Verbänden, IHK, HWK oder externen Datenschutzbeauftragten u.s.w. beraten.

Datenschutz im Unternehmen
(PDF, 168.21 kB)

Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen. Die Kenntnis aber häufig.

Baron Rothschild